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23.07.2013 Austritt der Teutonia kommt viel zu spät

Die Teutonia Freiburg, größte Burschenschaft in der Deutschen Burschenschaft, tritt aus dem rechten Dachverband aus. Eine weitere Demütigung für die DB und ein Ablenkungsmanöver der Teutonia, um ihr rechtes Gedankengut zu vertuschen.

Der u-asta machte mehrmals mit seiner Öffentlichkeitsarbeit auf die rechten Tendenzen in der völkischen DB, die sich auch bei den beiden DB-Burschenschaften in Freiburg, der Saxo Silesia und der Teutonia, bemerkbar machen, aufmerksam. Der Austritt der Freiburger Burschenschaften ist schon lange eine Forderung des u-asta. 

Der Dachverband war in den letzten Jahren immer massiver in die Kritik geraten, nachdem die internen ultra-rechten Strömungen bekannt und von den Medien aufgegriffen wurden. So geriet die DB vor allem durch die Forderung einen Arierparagraphen als Aufnahmekriterium festzuschreiben und wegen starker Verflechtungen mit der rechten Szene in die Kritik. Die ohnehin in der DB vorhandene Austrittswelle verstärkte sich zunehmend. Auch auf dem letzten Burschentag im Mai 2013 wurde keine Absage gegen rechtes Gedankengut erteilt und im Vorfeld gab es den ein weiteres Mal Versuch einen Arierparagraphen in die DB-Satzung aufzunehmen.

„Die Teutonia hätte sich viel früher zu diesem Schritt entschließen müssen, nun sind sie nur noch eine von vielen Burschenschaften, die das sinkende Schiff der DB verlässt und das aus rein taktischen Gründen.“, bewertet Anna Tenberg, u-asta Vorstandsmitglied. Wie desaströs die Lage der Deutschen Burschenschaft mittlerweile ist lässt sich anhand der Verbandszeitung beleuchten. Diese wurde bis zum Herbst letzten Jahres noch von Norbert Weidner betrieben, ein ehemaliges FAP-Mitglied, welches Anfang des Jahres wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener verurteilt wurde, weil er Bonhöffer als „Landesverräter“ bezeichnet hat. In Weidners Fußstapfen als Chefredakteur der Burschenschaftlichen Blätter, wie die DB ihre Zeitung nennt, für das Jahr 2013 tritt der Republikaner Michael Paulwitz. Allerdings ist von den jährlich vier erscheinenden Burschenschaftlichen Blättern nach über einem halben Jahr noch keine Ausgabe erschienen. Durch sinkende Mitgliedszahlen ist der Verband auch finanziell am Ende, drohende Beitragserhöhungen könnten für den bis vor kurzen Größten Bund die Teutonia Freiburg in der DB ein entscheidender Grund für den Austritt gewesen sein.

„Doch mit diesem ist es nun nicht getan. Die Teutonia muss auch gegen rechte Tendenzen in ihren eigenen Reihen vorgehen!“ sagt Hannes Hein, ebenfalls Mitglied im u-asta Vorstand. Wenn man sich die Teutonia anschaut wird offensichtlich, dass sie Burschenschaftler mit rechter Gesinnung in ihrem Bund duldet. So betrieb Klaus Harsch, ein Alter Herr der Teutonia, gemeinsam mit zwei Rechtsrock-Größen, Alexander Heinig, Sänger der Naziband „Ultima Ratio“, und Steffen Hammer, Sänger der Band „Noie Werte“, die Anwaltskanzlei H3. Eine weitere Mitarbeiterin Harschs ist Nicole Schneiders. Die Verteidigerin des im NSU-Prozesses Hauptangeklagten Ralf Wohlleben ist mit einem Burschenschaftler und Mitglied der Nazi-Kammeradschaft Karlsruhe verheiratet und selbst stark in die rechte Szene verstrickt. „Wenn die Teutonia Nazis in ihren Reihen als problematisch betrachten würde, hätte sie sich längst von ihrem Alten Herren getrennt“, so Hannes Hein.

Im letzten Herbst geriet die Teutonia ein weiteres Mal in die Kritik als bekannt wurde, dass sie in ihrem Semesterprogramm die Rechtsrockband „Lunikoffverschwörung“ zitierte. In der Öffentlichkeit gaben sich die Verantwortlichen zwar betroffen, der dafür verantwortliche Burschenschaftler wurde allerdings nur kurzfristig seiner Mitgliedsrechte entzogen. All diese halbherzigen Reaktionen auf solche skandalösen Vorfälle zeigen eindeutig, dass es der Teutonia auch nach dem Ausstieg aus dem Dachverband nicht um eine tatsächliche Absage gegen rechtes Gedankengut geht.

In Freiburg gibt es allerdings noch eine Burschenschaft, die Mitglied im rechten Dachverband ist, die Saxo Silesia. Diese Burschenschaft hatte sich Anfang diesen Jahres sogar nochmal explizit für den Verbleib in der DB ausgesprochen. Daraufhin organisierte die Saxo Silesia sogleich ein so genanntes Regionalseminar der DB auf ihrem Haus. Kurz vorher sagte die Saxo Silesia die rechte Kaderschulung dann doch ab, nachdem ein breites Bündnis, an dem auch der u-asta beteiligt war, Proteste angekündigt hatte.

Rebekka Blum, u-asta Vorständin, fasst die Freiburger Vorgänge wie folgt zusammen: „Der Austritt der Teutonia ist ein Lippenbekenntnis und ist eher mit den vermutlich steigenden Beiträgen und der fehlenden Infrastruktur der DB zu begründen, als der politischen Ausrichtung des Dachverbandes. Wenn die Teutonia ihre Absage an rechtes Gedankengut ernst meint, erwarten wir den Ausschluss von Klaus Harsch! Da die Saxo Silesia mittlerweile die einzige DB Burschenschaft in Freiburg ist, ist es vermutlich nur noch eine Frage der Zeit, bis sich diese auch als geläutert darstellt und aus der DB austritt.“


erstellt von vorstand zuletzt verändert: 23.07.2013 20:24
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