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Artikelaktionen

019. u-newsletter (Februar 2013)

An der Uni/in Freiburg Razzien gegen linke Fotojournalisten Datenschutz im Studialltag: Anwesenheitspflicht als Datenerhebung Verfasste Studierendenschaft-Update Über Nazis reden KuCa bleibt! – für den Erhalt des selbstverwalteten Studierendenhauses an der PH Freiburg Das SchwuLesBi-Referat feierte 15. Geburtstag „Prayers for Bobby“ Landesweit: Das SchwuLesBi-Referat auf Bundesebene Sonstiges/Interessantes: Der Schluck Milch…

An der Uni/in Freiburg:


 

Razzien gegen linke Fotojournalisten

Am vergangenen Mittwoch durchsuchte die Polizei knapp zehn Wohnungen unter anderem in Freiburg, Berlin und Frankfurt, von freien Fotojournalisten. Den Fotografen selbst wird nichts vorgeworfen, die Durchsuchung sollte dem Zweck dienen Beweise zu sichern. Die Polizei mutmaßt, dass die Fotografen bei der antikapitalistischen Demo am 31. März Fotos von Ausschreitungen gemacht haben sollen. Auf den Punkt gebracht heißt dass, das es bei unbeschleunigten Journalisten Durchsuchungen der Radaktionsräume gab, da die Wohnung bei ihnen auch der Arbeitsplatz ist.


 

Dies ist in mehrerlei Hinsicht juristisch sehr fragwürdig. Einerseits gibt es ein Beschlagnahmungs-Verbot. Dies besagt, dass die Beschlagnahmung von Pressematerialien nicht zulässig ist, solange der/die JournalistIn nicht selbst beschuldigt wird. Andererseits wird so versucht JournalistInnen zur Hilfspolizei umzuwandeln.


 

Die Durchsuchung in Freiburg weißt noch mehr Probleme auf. So wurde dem Journalisten ein Anruf bei seinem Anwalt verwehrt, weil dieser nicht schnell genug vor Ort sei. Auch die nach § 105 StPO notwendigen unabhängigen ZeugInnen waren nicht anwesend. Des weiteren wurden auch die anderen Zimmer der Wohngemeinschaft von der Polizei betreten und fotografiert. Im Keller wurden zudem die Abteile anderer Parteien des Hauses von der Polizei durchstöbert.


 

Die Reaktion des lokal Blättchens Badischen Zeitung an die der Fotograf auch Fotos verkaufte ist verhalten. Anstatt für Pressefreiheit einzutreten denunziert das Blättchen den Fotograf als Mitglied der Autonomen Antifa Freiburg. Pressefreiheit scheint bei der BZ wohl nicht groß geschrieben zu werden. Selbst der Polizei scheint die Aktion mittlerweile etwas unangenehm und so sehen sie sich veranlasst gegenüber der BZ nochmals klar zustellen, dass auch sie Antifaschisten seien. Ob die Autonome Antifa Freiburg nun ihre Mitgliederliste aktualisiert und Karl Heinz Schmitt aufnimmt bleibt fraglich, bei der Polizei weiß man ja nie was die noch für Kutten im Keller haben...


 

Datenschutz im Studialltag: Anwesenheitspflicht als Datenerhebung


 

Anwesenheitspflicht ist schon immer umstritten. Studierende pochen darauf, dass sie selbst verantwortlich sind wie sie ihr Studium gestalten und wie sie lernen, während Lehrende sich vor leere Seminarräumen und Vorlesungssäle fürchten...


 

Der AK Datenschutz hat aufgrund eines Gutachtens der Zentralstelle der Baden-Württembergischen Hochschulen für Datenschutz (ZENDAS) die Arbeit zu Anwesenheitspflicht aufgenommen (Aus dem Uninetz ist dieses Gutachten unter dieser Adresse zu erreichen) Anwesenheitspflicht stellt eine Datenerhebung da. Damit diese rechtens ist, braucht es eine juristische Grundlage, die aber vermutlich nur für Sicherheitsbelehrungen, Laborpraktika und Exkursionen vorhanden ist, weil nur dort der Lernerfolg unmittelbar an die Anwesenheit geknüpft ist.


 

Sollte in euren Veranstaltungen eine Anwesenheitskontrolle durchgeführt werden, so meldet dies bitte an die zuständigen Prüfungsausschüsse.

Ladet das Formular runter und druckt es aus oder verschickt es per mail. Prorektor Schanz hat darum gebeten das Justiziariat edith.wiesen-emmerich(#)zv.uni-freiburg.de ins CC zu setzen. Ihr müsst nur noch die Veranstaltung und die Art der Kontrolle eintragen, dann wird die Anwesenheitskontrolle überprüft.
 

Lasst uns gemeinsam die Prüfungsausschüsse mit Anfragen überschwemmen und dafür sorgen, dass die datenschutzrechtlichen Verfehlungen durch die Anwesenheitskontrolle bald ein Ende haben.

 

Das Formular im .odt Format / Das Formular im .pdf Format.

Eine Liste der Prüfungsausschüsse findet ihr unter: http://www.studium.uni-freiburg.de/service_und_beratungsstellen/pruefungsaemter/akademisch/
 

Weitere Infos dazu findet ihr unter: https://www.u-asta.uni-freiburg.de/engagement/aks/datenschutz

 


 

Verfasste Studierendenschaft


 

Die Frist zur Einreichung von Satzungsvorschlägen für die Verfasste Studierendenschaft der Uni Freiburg war am 31.1.13. Hier in Freiburg wurden gleich fünf verschiedene Satzungen zur rechtlichen Prüfung eingereicht. Natürlich gibt es das klassischen StuPa (Studierendenparlament) aber auch ein reines Fachschaftenmodell (ähnlich dem u-Modell). Darüber hinaus, gibt es noch diverse Mischmodelle, eins mit 50% Fachschaften, 50% direkt-gewählten Vertreter*innen (z.B. aus Hochschulgruppen) in der Legislative („1-zu-1-Mischmodell“), ein anderes mit nur ca. 25% direkt-gewählten Vertreter*innen („Das neue Mischmodell“) und dann gibt es da noch ein ganz ausgefallenes Modell, in dem die Stimmen der Direkt-gewählten in Abhängigkeit der Größe der Fakultäten gerechnet werden (quotiertes StuPa). Wir stehen also vor einer großen Entscheidung, bei der, wenn alle Satzungen durch die rechtliche Prüfung kommen, wir eine große Auswahl haben. Die Einzelheiten der einzelnen Modelle, mit Grafiken und kompletten Satzungen könnt ihr auf unserem VS-Portal unter www.vs-freiburg.de nachlesen. Dort findet ihr auch alle wichtigen Termine und Kontaktdaten, sodass ihr Fragen an die einzelnen Satzungsgruppen stellen könnt.

 

 

Über Nazis reden


 

Am Ende des letzten Semesters outete die Autonome Antifa Freiburg eine Politik-Studierende als Neonazi1. Wie mensch damit umgeht, war eine der Fragen, die aufkamen. Damit das Thema nach den Semesterferien noch diskutiert wird, veranstaltet die Fachschaft Politik gemeinsam mit dem Seminar für wissenschaftliche Politik die Vortragsreihe „Politik in der offenen Gesellschaft – Rechtsextremismus“.

Ein halbes Jahr später geht es in den Vorträgen um die „radikale Seriosität“ der NPD und dass die Nazis jetzt Nadelstreifen tragen.2 Felix Steiner erklärt, dass Holger Apfel ein typischer Parteikarrierist ist und dem Bild von der NPD als Bürgerschreck-Truppe entgegenwirken will. Felix ist Redaktionsmitglied der Publikative.org, die jetzt vielleicht einige öfter lesen.

Das pinke Banner „Kein Sex mit Nazis! Courage zeigen!"3 ist eines der Strategien gegen Rechtsextremismus, die der Freiburger Soziologe Albert Scherr aufzeigt. Da der Rechtsextremismus-Begriff wegen seiner Nähe zur Extremismus-„Theorie“ umstritten ist, spricht er auch vom ausgrenzenden Nationalismus. Wenn Gruppen den Ausdruck verwenden, bekommen sie allerdings keine Projektförderung. Besonders wichtig ist ihm die Menschenrechts-Bildung an Schulen und fächerübergreifend an Hochschulen. Hat Maria denn keineR erklärt, was es damit auf sich hat?

Als nächstes ist Professor Frank Decker aus Bonn zu Gast. Er wird Erklärungsversuche und Perspektiven zur „Schwäche der Rechtsaußenparteien“ geben. Am Dienstag, den 12. Februar, spricht er um 20 Uhr c.t. im Hörsaal 1098 des KG I.


 

KuCa bleibt! – für den Erhalt des selbstverwalteten Studierendenhauses an der PH Freiburg

Info des Arbeitskreis „KuCa-bleibt!“ und der Studierendenvertretung der PH Freiburg an die Studierenden der Uni Freiburg
 

Die Stadt Freiburg möchte das KuCa an der PH Freiburg Ende 2014 räumen lassen*. Seit dem Gemeinderatsbeschluss zum Bebauungsplan „Bahnhof Littenweiler“ am 20.11.2012 hat sich die Situation um das abrissbedrohte KuCa zugespitzt. Weder die Hochschulleitung, noch das Land Baden-Württemberg haben uns bisher eine Ersatzfläche, die auf gleichem Raum Selbstverwaltung ermöglicht, angeboten. Stadt, Land und Hochschulleitung schieben sich vielmehr die Verantwortung für eine geeignete Ersatzfläche gegenseitig zu und spielen damit Pingpong auf dem Rücken der Studierenden. Aber keine der beteiligten Parteien unterstützt uns wirklich im Kampf für ein neues KuCa. Lieber wird das Vorhaben des Studentenwerks nach Einrichtung einer Kaffeebar im Mensazwischendeck unterstützt.
 

Seit 2008 bemüht sich die Studierendenvertretung der PH Freiburg und der Arbeitskreis "KuCa bleibt!" intensiv darum, den Erhalt des KuCas am jetzigen Standort zu sichern, aber ebenso intensiv darum, dass es im Fall einer Räumung eine echte Alternative gibt, die auf gleichem Raum Selbstverwaltung ermöglicht.
 

Stadt, Land und Hochschulleitung denken derzeit aber nicht daran uns Zeitnah eine wirkliche Alternative für das KuCa zur Verfügung zu stellen. Wir wollen aber, dass das KuCa als Ort der Begegnung und als Ort für kulturelle, soziale und politische Projekte in Freiburg-Littenweiler erhalten bleibt.

 

Bezeichnend für die aktuelle Situation ist die Aussage von PH-Rektor Ulrich Druwe in einer e-Mail an die Studierendenvertretung vom 07.01.2013: „Die Versorgung der Studierenden mit Kaffee ist offensichtlich nicht gesetzliche Aufgabe der Studierendenschaft.“ Diese Erklärung macht deutlich wie wenig Unterstützung und Rückhalt das KuCa durch die Hochschulleitung der PH Freiburg derzeit erfährt und in Zukunft zu erwarten hat.
 

Nur wenn es uns gemeinsam gelingt vor Ablauf der Räumungsfrist eine geeignete Ersatzfläche zu erkämpfen, kann das KuCa in seiner jetzigen Form (mit selbstverwaltetem Café und Lernraum) erhalten bleiben.
 

Deshalb bitten wir euch als Studierende der Uni Freiburg um eure Unterstützung. Beteiligt euch an den Protesten für den Erhalt des KuCas an der PH Freiburg in den kommenden zwei Semestern.
 

WAS IST DAS KUCA?

 

Neben dem Bahnhof in Freiburg-Littenweiler liegt das selbstverwaltete Studierendenhaus "KuCa". Seit den 1980er Jahren wird das Studierendenhaus auf dem Campus der PH Freiburg in vielfältiger Weise genutzt: der Studierendenvertretung dient es als Büro, es beherbergt die studentische Studien-, Sozial- und BAföG-Beratung, einen Lernraum (KuNiCa) sowie das selbstverwaltete Kulturcafé, das dem von den Studierenden "KuCa" genannten Studierendenhaus seinen Namen gibt.
 

Das KuCa: KulturCafé

 

Es wird von den Studierenden der PH in Selbstverwaltung betrieben, auch deine Hilfe ist willkommen. Kekse, belegte Brötchen, fair gehandelter Kaffee und Tee, sowie Saft und Mineralwasser gibt's hier für fast kein Geld. Außerdem liegen stets tagesaktuelle Zeitungen aus, wir haben W-LAN, eine Kinderspielecke und ihr könnt hier Freistunden auf Sofas und Sesseln statt in dunklen Fluren verbringen - musikalische Berieselung nach Geschmack inklusive. Das KuCa wird auch für das KuCa-Kino, die OpenStage, sowie für andere politische und kulturelle Veranstaltungen genutzt.
 

Das KuNiCa: Kultur-Nichtraucher-Café
 

Heute ist es ein Lernraum. Einst fanden hier die Nichtraucher vor dem Dunst im KuCa Zuflucht. Im Gegensatz zum heiter-lärmigen Treiben im KuCa herrscht hier eine stille Lernatmosphäre vor. Und rauchfrei ist zeitgemäß inzwischen das gesamte innere des Studierendenhauses. Für Abendveranstaltungen bietet das KuNiCa eine große Kultur-Bühne.
 

Das KuCa: ein besonderer Ort in Freiburg!


 

Kein Mitgliedsausweis ist notwendig. Eine Jede und ein Jeder die/der sich mit der Idee des KuCa verbunden fühlt ist eine Freundin und ein Freund des KuCas. Mit anderen Worten: jede/r die/der sich zur Bereicherung des Alltags in jeglicher Form im Wirkungskreis des KuCas einbringt und dieses mitgestaltet. Häufig bildet die Basis hierfür das alltäglich allzu alltägliche Miteinander bei Kaffee und Keks. Diese zugängliche Struktur bietet die Möglichkeit zum Austausch sowie die Entwicklung von Ideen und deren gemeinschaftliche Verwirklichung. Es sind folglich diese öffentlichen und offenen Räume, welche es erlauben, gemeinsame Wege zu bestreiten. Die Betonung soll hierbei auf der Offenheit liegen, da es wichtig ist, alle Interessierten mit einzubeziehen, um eine Vielfalt von Ideen und Formen des Engagements zu ermöglichen.


 

So bietet das KuCa Platz für aktive Gruppen und Einzelpersonen welche sich z.B. gegen Ausgrenzung, gegen Abschiebung, gegen Rassismus, gegen Sexismus, gegen Wohnungsnot, für andere Herrschaftsverhältnisse, eine nachhaltige Ökologie oder für wirklich freie Bildung einsetzen. Als einer der wenigen Schutzräume östlich der Innenstadt bietet das KuCa Raum für selbstorganisiertes kritisches Bilden, Erholen, zusammen Feiern ohne Konsumzwang und Verwertbarkeit.

 

KuCa Abriss verhindern!
 

Das KuCa soll in naher Zukunft abgerissen werden. Über die Köpfe der Betroffenen – also uns Studiereden – hinweg wurde dieser ersatzlose Abriss von Stadtverwaltung, Hochschulleitung, Studierendenwerk und des Amtes für Vermögen und Bau beschlossen. In einer Zeit, in der die Mieten immer weiter steigen und für viele Studierenden unbezahlbar sind, sollen dort Eigentumswohnungen für Studierende (statt bezahlbare Studiwohnheime) entstehen.

 

Dieser Sinnlosigkeit zum Opfer fällt das KuCa. Dem einzigen Ort an der PH Freiburg, an dem die Stränge von sozialem und politischem Engagement, einer produktiven, da selbstbestimmten Lehr-/Lern-Atmosphäre, kulturellen Angeboten von und für Studierende, sowie der studentischen Mitbestimmung zusammenlaufen.
 

Wir sind wütend über diese Entscheidung uns solche Räume des geselligen Miteinanders zu nehmen, müssen aber feststellen, dass dies gesamtgesellschaftlich ein Trend ist.
 

Was nicht direkt verwertbar ist, Dinge kritisch hinterfragt oder sich einfach mal seinen menschlichen Bedürfnissen hingibt, wird vom „Mainstream überrollt“ und soll im Sinne des in der Krise stekcneden neoliberalen Systems gefügig gemacht werden.
 

Setzen wir dieser kalten und unmenschlichen Logik unsere Alternativen entgegen:

 

KuCa bleibt wie und wo es ist!

KuCa bleibt selbstverwaltet!

KuCa bleibt frei!
 

Ihr seid hezlich eingeladen, mit uns zusammen die Stimme für den Erhalt des KuCas zu erheben. Falls ihr das KuCa und seine vielfältigen Aktivitäten und kulturellen Veranstaltungen noch nicht kennt, seid ihr herzlich eingeladen das nachzuholen…

 

Aktuelle Termine findet ihr immer unter:

www.ph-freiburg.com


 

Das SchwuLesBi-Referat feierte 15. Geburtstag

Eine weitergehende Einordnung in den stadtpolitischen Zusammenhang
 

Am 24. Januar fand die offizielle Feier zum 15. Geburtstag des SchwuLesBi-Referates im Universitätszentrum statt. Nach einem Sektempfang hielt u-asta Vorstand Rebekka Blum eine Rede, in der sie sich anerkennend zur Arbeit des Referates äußerte und ihren persönlichen Standpunkt zum Ausdruck brachte, dass queere Politik nach wie vor unverzichtbar ist, so lange keine absolute Gleichberechtigung erreicht ist. Nach der Lesung des „Märchens von der Kampflesbe“ stellten zwei Referatsmitglieder in groben Zügen die Geschichte des Referates seit der Gründung am 13. Januar 1998 vor.

So konnte recherchiert werden, dass das Referat bereits 1997, sogar vor der Gründung, und 2003 an der Bundeskonferenz der schwulen, schwul-lesbischen und queeren Referate und Hochschulgruppen in Göttingen teil genommen hatte. Das bekannte „Pink Café“ des Referates kann auf eine immerhin zehnjährige Tradition zurückblicken und auch die „Pink Party“ hat eine achtjährige Geschichte geschrieben. Als Vorläufer der „Pink Party“ können die „akzepTANZFETE“ von 1997 und die „safer x-mas Party“ von 1999 angesehen werden.

Nach diesem Vortrag wurde die Stellungnahme des Referates zu einem kritischen Brief verlesen, der anlässlich der Einladung zum Cross-Dressing im Vorfeld der ersten „Pink Party“ im Wintersemester 2012/13, die am 10.11.12 stattfand, von einem anonymen Kritiker an zahlreiche Plakate gepinnt worden war. Zum Abschluss des Programms wurden zwei homoerotische Gedichte des Grafen August von Platen-Hallermünde (1796-1835) rezitiert und danach das Kuchen-Buffet eröffnet und Sekt nachgeschenkt.

Da um 22 Uhr die Räumlichkeiten des Universitätszentrums verlassen werden mussten, zog das Referat mit seinen Gästen in das Studierendenhaus, um dort weiter zu feiern.

Ebenso Bestandteil der Feierlichkeiten zum 15. Geburtstag war die „Pink Party“ am 26.02.13 im Geburtstagsstyle. Die Party konnte mit weit über 400 Gästen, die auf die altbewährte Mischung aus Pop-Trash und Electro tanzten, einen echten Publikumserfolg verbuchen.

 

 

Prayers for Bobby“

12.02.13 / Film / HS 2006 / 20 Uhr, in Kooperation mit dem aka-Filmclub
 

Die Kooperation mit dem aka-Filmclub wird das Programm des SchwuLesBi-Referates im Wintersemester 2012/13 abschließen. „Prayers for Bobby“ bietet Gelegenheit sich grundlegend mit dem Verhältnis von Homosexualität und Kirche zu beschäftigen.

 

Ich glaub‘, mit mir stimmt was nicht.“ Bobby Griffith wächst in einer streng christlichen Familie im kalifornischen Walnut Creek auf. Als er entdeckt, dass er homosexuell ist, beginnt für ihn ein Kampf mit seiner konservativen Erziehung und seinem homophoben Umfeld. Nach und nach gelingt es ihm, sich vor seiner Familie zu outen und sich in der Schwulenszene einzuleben. Nur seine Mutter Mary will nicht wahrhaben, dass Bobby homosexuell ist. Sie glaubt fest daran, dass ihr Sohn seine „Sünde“ mit Gottes Hilfe besiegen kann und versucht mit allen Mitteln, ihn auf den rechten Weg des Glaubens zurückzuführen. Als Mary erfährt, dass ihr Sohn einen Freund hat, verweigert sie ihm ihre bedingungslose Mutterliebe und treibt Bobby damit in den Selbstmord. Wird die Trauer um ihren Sohn sie zum Umdenken bewegen?

Prayers for Bobby“ beruht auf einer wahren Geschichte und wurde zunächst als Buch und dann als Fernsehproduktion veröffentlicht. Sigourney Weaver bekam für ihre Rolle als Mary Griffith den Trevor Life Award von The Trevor Project, einer amerikanischen Organisation, die Suizidprävention für LGBTQ-Jugendliche betreibt.

Das SchwuLesBi-Referat zeigt „Prayers for Bobby“ in Kooperation mit dem aka-Filmclub und möchte so darauf aufmerksam machen, dass LGBTQs nach wie vor um Anerkennung in der Familie wie auch der Gesellschaft kämpfen müssen. Die Überzeugung, dass „Anders-sein“ therapiert werden muss und kann, herrscht leider bei vielen Glaubensgemeinschaften immer noch vor. „Prayers for Bobby“ ist ein eindringliches Plädoyer für Toleranz und Menschlichkeit. -(Fernsehfilm - USA 2009).
 

 

Landesweit:


 

Das SchwuLesBi-Referat auf Bundesebene

 

Jedes Semester besteht für universitäre Gruppen, die qeer-politisch aktiv sind, die Gelegenheit eine Vernetzung auf Bundesebene anzustreben. Denn auf der Bundeskonferenz der schwulen, schwul-lesbischen und queeren Referate und Hochschulgruppen, die traditionell zwei mal im Jahr in der Akademie Waldschlösschen, bei Göttingen, tagt, treffen sich die Vorsitzenden dieser Gruppen aus ganz Deutschland.

 

Diese Treffen finden bereits seit dreißig Jahre statt, sodass die Bundeskonferenz auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Dort wird, jeweils für ein Jahr, ein Bundeskoordinator gewählt, der alle deutschen Gruppen vertritt, auf Bundesebene reist und politisch aktiv ist. Kooperationen zwischen Referaten und/oder Hochschulgruppen wurden auf diese Weise ermöglicht, sowie der Austausch und die gegenseitige Hilfestellung zur Realisierung von Projekten im Gespräch vor Ort.
 

In diesem Wintersemester tagte die Bundeskonferenz vom 29. November bis zum 02. Dezember und zum zweiten Mal nahm nun auch das SchwuLesBi-Referat des u-asta der Universität Freiburg daran teil, um die vielfältigen Möglichkeiten, die sich dort bieten, wahrzunehmen. Vier Tage lang gab es Workshops, die von den Teilnehmenden ausgerichtet wurden, und einen Gastvortrag von Julia Scholz, die über queere Möglichkeiten in der modernen Psychologie referierte.
 

Das wichtigste politische Ereignis war natürlich die Bundeskonferenz selbst, die unter Leitung des Bundeskoordinators in zwei Blöcken am Freitagabend und Samstagvormittag stattfand.

Für den Samstagnachmittag fummelten sich dann alle, die wollten, auf, um in diesem erfrischend anderen Aufzug nach Göttingen auf den Weihnachtsmarkt zu fahren. Dort versammelten sich alle um den Marktbrunnen, um den Weihnachtsmarktbesuchern ein Ständchen zu singen und die Aufmerksamkeit so auf ein Maximum zu erhöhen. Dass die gesamte Gruppe anschließend im Café „Cron und Lanz“, einer der besten Adressen in Göttingen, einkehrte, erhöhte die Breitenwirkung noch einmal. Und dass auf diese Weise kommunizierte politische Statement, nämlich dass soziale Geschlechterrollen überwertet werden, wurde so in der Göttinger Innenstadt verbreitet.

 

Am selben Abend fand dann die traditionelle große Abschiedsshow statt, die aus Beiträgen der teilnehmenden Referate besteht und auch dieses Mal ein breitgefächertes Unterhaltungsprogramm darbot. Als dann am folgenden Morgen über die besten Beiträge abgestimmt wurde, konnte das Freiburger Referat den zweiten den Platz ergattern.

 

Mit dem ermutigenden Resümee, dass das Freiburger Referat die aktivste und erfolgreichste Gruppe Baden-Württembergs ist, fuhren die Teilnehmenden am 02. Dezember wieder nach Hause.

 

Da das Treffen in Göttingen aber historisch aus der Schwulenbewegung entstanden ist, ist die Göttinger Bundeskonferenz sehr männerlastig. Seit drei Semestern trifft sich deshalb auch die Bundesfrauen*konferenz. Dieses Wintersemester fand die Tagung vom 13.-16. Dezember statt; und auch dort waren zwei Mitglieder des Freiburger Referates präsent, um sich dort mit den etwa 50 TeilnehmerInnen* zu vernetzen. Die anderen anwesenden StudierendenverterInnen* stammten hauptsächlich aus dem Norden Deutschlands und dem Ruhrgebiet; aus Baden-Württemberg war neben Freiburg keine weitere Universität vertreten.

 

Im Asta der Universität Köln stellten sich alle beteiligten Referate auf einem Markt der Möglichkeiten vor. Interessant war, zu hören, dass viele Referate, insbesondere autonome, wesentlich mehr finanzielle Möglichkeiten haben als das Referat aus Freiburg, dessen einzige Einnahmequelle die Pink Party ist. Auch eine private, katholische Hochschule, die direkt der Kirche untersteht, war durch das Referat „Kreuz kreuz & quer“, von der Universität Eichstätt-Ingolstadt, vertreten. Die Gruppe berichtete ebenfalls von ihrer Arbeit und es erstaunte allgemein, dass dies in diesem Rahmen möglich ist und sogar von der Leitung gefördert wird.

In der anschließenden Plenumssitzung wurde viel über die Zukunft des Bundesfrauen*treffens diskutiert. Da weder das Kölner noch das die Bundesfrauen*konferenz ausrichtende Essen-Duisburger Referat die finanziellen und organisatorischen Anforderungen weiterhin stemmen können, ist das Fortbestehen derzeit nicht gesichert. Verschiedene Lösungsansätze wurden debattiert.

 

In den nächsten zwei Tagen erwartete die Teilnehmenden ein buntes Programm aus Workshops und Vorträgen. So beispielsweise am Freitag ein Workshop zum Thema Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Parallel gab es Workshops zu den Themen „Warum Frauen lieber schön statt schlau sein wollen“ und „Lesben und Aidsprävention“.

 

Am nächsten Tag wurden zwei größere Workshops angeboten: ein Selbstverteidigungskurs und ein Dragking-Workshop. Im Dragking-Workshop sollten die Teilnehmenden zunächst überlegen, welcher Typ Mann am besten zu ihnen passt, wie man also aussehen möchte. Das Aufkleben der Bärte erwies sich als sehr aufwendig und beanspruchte letztlich die meiste Zeit. Weiterhin wurden einige Übungen zur Performanz durchgeführt. In einem weiteren Workshop beschrieb eine Jurastudentin die aktuelle rechtliche Lage zur Homo-Ehe und abends gab es dann einen sehr interessanten Vortrag von Frau Professor Ilse Lenz über die Frauenbewegung. Professor Lenz lehrt an der Universität Bochum Soziologie.
 

Neben dem offiziellen Teil gab es jede Menge Möglichkeiten, die anderen Referate näher kennenzulernen; so fand am Freitagabend im Asta ein Spiele- und Filmabend statt, mit anschließendem Clubbesuch, bei dem die Teilnehmenden Kölner Szene aufmischten und am Samstagabend besuchten alle zusammen den ersten schwul-lesbischen Weihnachtsmarkt in Köln.


 

Sonstiges/Interessantes:



 

Der Schluck Milch…
 

Es war einmal in einem kleinen friedlichen Städtchen am Rande des Schwarzwaldes eine Duale Hochschule. Es begab sich, dass sich in diesem Ort Namens Villingen Ungeheuerliches abspielte. Doch noch lebten die Studierenden frei und ohne jegliche Sorgen, bis vor gut einem Jahr, aus dem Nichts, der Kapitalismus zuschlug. Völlig überraschend setzte sich dieser wilde Teufel in die Köpfe der Mensaleitung und trieb dort seinen Schabernack. So kam die Mensaleitung auf die wildesten Fantasien wie den Studierenden das Geld aus den Taschen gezogen werden kann. Für Furore sorgte „der Schluck Milch“. Jahrelang war es den Studis gegönnt, zu ihrem koffeinhaltigen Heißgetränk nach Belieben sich die stärkende Flüssigkeit der Kuh, „den Schluck Milch“, aus einem Literbehältnis hinzuzugießen. Und dies ohne auch nur einen Taler dafür zu bezahlen. Als dies der kapitalistische Teufel sah wurde er fuchsteufelswild! Tranken doch die Studis statt dem teureren Cappuccino nur noch den einfachen Kaffee und schütteten in geraumen Mengen Milch hinein! Gleich mehrere Liter des weißen Goldes wurden so täglich verschenkt! Diese ungeheuerliche Frechheit musste natürlich sofort unterbunden werden! Deshalb kam dem Teufel eine grandiose Idee: Für jeden noch so kleinen Schluck verlangte er von den Studis einen viertel Taler! Somit verdiente er sich eine goldene Nase, wenn man bedenkt, wie viele Schlücke Milch aus einem Liter zum Einkaufspreis von weniger als einen Taler zu gewinnen sind. Jedoch hatte er die Rechnung ohne die tapferen Ritter*innen vom AStA gemacht. Diese Dreistigkeit war diesen Studierenden ein Schritt zu viel! Sie protestierten im Gewande der Kuh und verschenkten doch tatsächlich das weiße Gold! Sofort wurde vom Grafen der Hochschule der König des Studentenwerkes eingeschaltet. Dieser veranlasste, dass der Teufel sofort seine gewinnbringende Idee zu unterlassen habe. Jedoch gibt es bis heute dafür auch keinen Schluck Milch mehr zum Kaffee. Die Studis müssen weiter auf die Kaffeesahne umsteigen, die schon die ganze Zeit umsonst war. Der Teufel musste seine Pläne zurückziehen. Doch seid gewarnt! Bis heute treibt der teuflische Kapitalismus immer wieder seine Späße und setzt sich gerne in die Köpfe von Königen und Grafen der Hochschulen und des Studentenwerkes! Er wartet nur darauf das friedliche Völkchen der Studierenden um ihre Goldsäckchen zu bringen!

1Die Stellungnahme der Fachschaft Politik zum Outing findet ihr hier: http://www.fspolitik.de/?page_id=255.

2Nach seinem Vortrag hat er Radio Dreyeckland ein Interview gegeben, das ihr euch hier anhören könnt: http://rdl.de/index.php?option=com_content&view=article&id=19197:Nazis_in_Nadelstreifen_Die_strategische_Neuausrichtung_der_NPD&catid=26:punkt12&Itemid=201

3Das ist eine Aktion vom Netzwerk für Demokratie und Courage: http://www.netzwerk-courage.de/web/169-1069.html.

Anhänge des Artikels
Newsletter feb13.pdf Newsletter feb13.pdf
(Newsletter feb13.pdf - 352.98 Kb)

erstellt von vorstand zuletzt verändert: 12.02.2013 21:18
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