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#3: The Entrepreneurial University

Die Universität Freiburg konnte nach der zweiten Runde der Exzellenzinitiative triumphieren – wenn auch erst ein Jahr später als zum Beispiel die TU München, die bereits in der ersten Runde die Jury des Exzellenzwettbewerbs mit ihrem Zukunftskonzept “The Entrepreneurial University” überzeugen konnte. Dass eine Hochschule, die sich selbst als “unternehmerisch” bezeichnet, bei der Exzellenzinitiative erfolgreich sein konnte, verwundert nicht weiter – zumal wenn man bedenkt, dass gerade die wettbewerbliche und wirtschaftliche Ausrichtung ein Eckpfeiler des Konzeptes der entfesselten Hochschule ist.

Doch wer nun vermutet, dass die Forderung nach der Entfesselung der Hochschulen nur ein weiterer Ruf nach einer Rückbesinnung auf ein Ideal der freien Bildung ist, der könnte falscher kaum liegen.  Denn leider wird hier die Vernetzung von Autarkie und Autonomie nicht berücksichtigt. So werden die Hochschulen durch die „Befreiung“ vom Staat – zieht sich dieser ja immer mehr aus der Finanzierung zurück – nicht gestärkt, sondern begeben sich vielmehr in eine neue Abhängigkeit, der Finanzierung durch die Wirtschaft.

Welche Rolle spielt nun aber das CHE in diesem Prozess? Zunächst hat es den Begriff der entfesselten Hochschule eingeführt. Mit zahlreichen Studien versucht das CHE sein Konzept als überlegen darzustellen und sich gleichzeitig als Experte im Hochschulbereich zu profilieren. Eigentlich etwas, womit man viel Geld verdienen könnte. Allerdings hat die Gemeinnützigkeit des CHE für den wirtschaftlich orientierten Unternehmer auch einen gewissen Pferdefuß: Gemeinnützige Stiftungen müssen eventuelle Einnahmen wieder dem Stiftungsziel zufließen lassen und können somit nicht profitorientiert arbeiten.

Wahrscheinlich gibt es gerade aus diesem Grund das CHE Consult – eine Ausgründung aus dem gemeinnützigen CHE, welche selbst allerdings nicht gemeinnützig arbeiten muss. Als Beratungsgesellschaft für Hochschulen, aber auch für Ministerien, kann das oben erwähnte Wissen nun doch an den Mann gebracht bzw. verkauft werden. Wer sich auf der Homepage dieser Gesellschaft umschaut, kann schnell entdecken, wer am CHE Consult mitarbeitet und verdient: Ein gewisser Klaus Neuvians und Mitarbeiter des CHE. Wobei auch der erwähnte Klaus Neuvians keineswegs eine vom CHE unabhängige Person ist, sondern vielmehr bis 2002 der stellvertretende Leiter desselben war und seit 2004 als freier Mitarbeiter geführt wird.

Wenn nun mehr und mehr Studien die schlechte Lage des deutschen Bildungswesens herausschreien und andererseits auch die Finanzierungen immer weiter gekürzt werden, scheint eine professionelle Beratung immer notwendiger zu werden. Dies meinte man an der Katholischen Fachhochschule Freiburg und engagierte flugs die oben erwähnte Beratungsfirma. Einen Aufschwung stellten Studierende und Mitarbeiter der Hochschule allerdings nicht fest – vielmehr wurden ihre Rechte an der Gestaltung der Studiengänge und der Hochschule im Allgemeinen stark beschnitten. Kein Wunder, schreibt doch CHE Consult selbst über dieses Projekt: “[...] eine GmbH benötigt eine Geschäftsführung, deren Befugnisse zwar durch die Gesellschafter und ggf. durch einen Aufsichtsrat, nicht jedoch durch die Mitarbeiter begrenzt werden.“ Anders gesagt: Autonomie erwünscht – solange es nicht jene des Kunden Studierenden oder der Beschäftigten ist.

 Hochschulen als Ausbildungsstätte statt als Ort der freien Entfaltung und der Bildung der Persönlichkeit – dies empfanden wohl auch einige Unbekannte an der ebenfalls von CHE Consult betreuten Leuphana., der ehemaligen Universität Lüneburg. Und so erreicht man unter www.leuphana.de.vu eine nachgebaute Website in der die wirtschaftliche Ausrichtung karikiert wird – wobei dem einen oder anderen vermutlich das Lachen im Halse stecken bleibt, wenn er danach die offizielle Website www.leuphana.de betrachtet und Dystopie kaum mehr von Wirklichkeit zu unterscheiden ist.

Bis die wirklich freie Hochschule endgültig vom Konzept der “Entrepreneurial University” verdrängt ist, wird wohl noch einige Zeit vergehen – wenn auch das CHE Interesse haben mag, diese möglichst zu verkürzen.

Jonathan Nowak


erstellt von Jonathan Nowak zuletzt verändert: 03.03.2008 13:54
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