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#5: Hochschulautonomie

Die Hochschullandschaft wird reformiert – schon seit mindestens fünfzig Jahren. Dabei ging der Wille zu neuen Reformen von verschiedenen Gruppierungen aus. Waren es in den 68ern die Studierenden, die den „Muff von 1000 Jahren“ bemängelten, fordert jetzt das CHE den Umbau der Hochschulen. Die Hochschulen seien eingesperrt und in ihren Handlungsmöglichkeiten beschränkt, meint es und schreit nach einer Sprengung der Ketten.


Der Ruf nach mehr Hochschulautonomie scheint auf den ersten Blick nicht nur verständlich, sondern auch durchaus erstrebenswert. Versteht man doch unter Autonomie das Recht, die eigenen Rechtsverhältnisse zu regeln und somit ein Mehr an Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit zu erlangen. Und entspricht dies nicht genau der Wunschvorstellung eines jeden Studierenden, sein Studium selbst verwalten und gestalten zu können? Doch Autonomie und Freiheit sind sehr weitläufige Begriffe und zwischen den Bildern der konkreten Realisierung klaffen zwischen CHE und Studierenden gewaltige Risse.


Nach Vorstellungen des CHE kann die Hochschulautonomie durch mehr Unabhängigkeit vom Staat erreicht werden. Die Verantwortung soll weniger bei den zuständigen Ministerien liegen, sondern vielmehr von den Hochschulen direkt wahrgenommen werden. Dazu wurden die Aufsichtsräte geschaffen, die mehrheitlich mit Personen aus Wirtschaft und Politik besetzt sind. In diesen, nun Hochschulräten genannten, Gremien werden in Zusammenarbeit mit den Hochschulleitungen die wichtigen Entscheidungen getroffen. Diese neuen Entscheidungsräume sollen die Hochschulen nutzen, um ihre Effizienz im Wettbewerb zu steigern.


Allerdings sollte an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass Entscheidungen in den neuen Strukturen nicht völlig beliebig getroffen werden können. Vielmehr werden die tatsächlichen Freiräume durch den Kampf der Hochschulen um die besten Köpfe und durch die zahlreichen wirtschaftlichen Zwänge erheblich eingeengt. Um die Finanzlage der Hochschulen ist es in aller Regel alles andere als gut bestellt – mit keiner Aussicht auf Besserung. Entscheidungen für oder gegen einen bestimmten Fachbereich, für mehr Praktikumsplätze oder Tutorenstellen können nur unter Berücksichtigung dieser ökonomischen Zwänge gefällt werden. Auch die Frage, ob eher wirtschaftlich unattraktive Grundlagenforschung betrieben oder prestige- und drittmittelträchtige Projekte gestartet werden sollte, stellt sich nicht mehr. Wirtschaftsorientierung oder Unterfinanzierung sind meist die beiden Möglichkeiten – damit besteht die gewonnene Autonomie letztendlich in der freien Wahl zwischen Pest und Cholera.


Diese Wahlmöglichkeit hat allerdings auch nicht jedes Mitglied der Hochschule. Die oben erwähnte Schaffung von Hochschulräten und anderen Strukturen stärkte zwar die Hochschulleitungen – allerdings zumeist auf Kosten der anderen Mitglieder. War es um die Möglichkeiten zur Mitbestimmung der Studierenden zuvor ohnehin nicht gut bestellt, werden nun auch vorhandenen immer mehr eingeschränkt.


Versucht man aus Studierendensicht ein Resümée zu ziehen, so muss man feststellen, dass sich ihre Vorstellung von (Hochschul-)autonomie in dem Leitbild des CHE nicht wiederfindet: Der schützende Käfig des Staates um die Hochschulen wurde geöffnet, um die InsassInnen an die Ketten der Gesetze der Wirtschaft zu legen. Die Mitwirkung der Studierenden ist für diese „Freiheit“ zudem unerwünscht und störend – nur folgerichtig also, wenn man auch die letzten Elemente der Demokratie und Freiheit dieser Gruppe allmählich reduziert. Denn Autonomie für Studierende wäre ja etwas ganz Unerhörtes.


Esther Oehlschlägel


erstellt von Jonathan Nowak zuletzt verändert: 24.05.2008 08:20
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