Programm des u-asta-Vorstands
Hallo, liebe Erstsemester! Im Folgenden wollen wir euch einen Überblick geben, was wir als u-asta-Vorstand dieses Semester geplant haben. Wir, das sind Anna Bauß (Chemie), Lukas Schäfer (Physik) und Felix Wittenzellner (Politik/ Soziologie/VWL). "Vorstand" klingt vielleicht eindrucksvoll, hat aber wenig zu bedeuten. Denn auf dem u-asta wuseln immer sehr viele Leute herum, die hier mitarbeiten und sich für die studentischen Interessen einsetzen. Ach ja, der AStA ist der Allgemeine Studierendenausschuss der Uni Freiburg und kümmert sich um die vielseitigen Belange der Studierenden. Wir stehen euch bei Problemen oder Fragen zur Seite. Um euch einen kleinen Überblick über unsere Arbeit zu geben, folgt eine kurze Zusammenfassung der Themen, die wir im nächsten Jahr anpacken wollen – die meisten davon beschäftigen uns schon seit längerer Zeit. Weitere Schwerpunkte unserer Arbeit werden auf den Seiten der Referate, die sich um diese Themen kümmern, vorgestellt.
Uni-Bibliothek Dieser Punkt ist von elementarem Interesse für alle Studierenden. Wir fordern die Ausstattung der Bibliothek mit ausreichenden finanziellen Mitteln. Das Land plant, diese Gelder zu kürzen. Dagegen werden wir uns wehren, denn eine aktuelle und gut bestückte Bibliothek ist Grundvoraussetzung für das Studium an einer Universität! Desweiteren ist ein umfassender Umbau der Unibibliothek in den nächsten Jahren geplant. In dieser Zeit sollen große Teile des Bücherbestandes in Räumlichkeiten außerhalb des Stadtzentrums ausgelagert werden. Wir setzen uns dafür ein, dass die Dauer des Umbaus möglichst kurz gehalten wird, damit bald wieder der reguläre Bibliotheksbetrieb stattfinden kann. Auch unterstützen wir die UB-Leitung in ihrem Bestreben, die Öffnungszeiten zu verlängern.
**Bachelor- und Masterstudiengänge** Ebenfalls typisch für die Vorreiterrolle Baden-Württembergs in Sachen Hochschulpolitik ist eine Forderung unseres Wissenschaftsministers Frankenberg: Er will, dass nur noch Bachelor- und Masterstudiengänge angeboten werden. Es mag sein, dass diese im allgemeinen kürzeren, praxisorientierteren und „verschulteren“ Studiengänge in manchen Bereichen Sinn machen, für eine wissenschaftliche, selbständige und kritische Ausbildung halten wir jedoch die Magister- und Diplomstudiengänge für geeigneter. Hier sind wir uns auch mit unserem Rektor einig. Deshalb müssen über die Fakultätsräte in den einzelnen Fachbereichen Studien- und Prüfungsordnungen geschaffen werden, die dem wissenschaftlichen Anspruch genügen.
**Öffentlichkeitsarbeit** Ihr werdet im ersten Semester (und auch später) mit so vielen verschiedene Informationen überschüttet, dass es schwierig sein wird, überhaupt etwas über den u-asta zu erfahren. Aber wollen wir euch auch informieren über uns, unsere Arbeit und Themen, etc. Dies machen wir unter anderem auf Plakaten, im vierzehntäglich erscheinenden u-asta-info und auf unserer Homepage. Doch jeglicher Versuch zu informieren und über Missstände aufzuklären wird fehlschlagen, wenn ihr euch nicht für die angebotenen Infos interessiert. Wir können eure Interessen nur mit eurer Hilfe und eurem Feedback vertreten. Darum: Augen und Ohren offen halten und den Mund aufmachen!
Verfasste Studierendenschaft Das ist die unabhängige Vereinigung aller Studierenden einer Uni, die in Baden-Württemberg und Bayern in den 70er Jahren abgeschafft wurde. Deshalb gibt es seit damals den u-asta. Seitdem setzt sich der u-asta für die Wiedereinführung einer Verfassten Studierendenschaft mit Mitgliedsbeitrag, politischem Mandat sowie Finanz- und Satzungsautonomie ein. Warum ist uns die Verfasste Studierendenschaft so wichtig? Mit der Verfassten Studierendenschaft würde den Studierenden das demokratische Recht der freien Meinungsäußerung zugestanden, d.h. die Studierenden wären end-lich in der Position, sich zu Themen zu äußern, die sie direkt oder indirekt betreffen. Mit allgemeinund hochschulpolitischem Mandat könnten wir als Studierendenvertretung genauso aktiv wie bisher, aber mit mehr Stimmgewicht, die Interessen der Studierenden vertreten. Die Verhandlungen über das Semesterticket wären für uns beispielsweise viel einfacher, denn dann wären wir nicht nur Vermittler, sondern offizielle Verhandlungspartei. Durch die Mitgliedsbeiträge, die von jedem Studierenden direkt ans uns entrichtet würden, könnten wir unser Serviceangebot verbessern und viel effektiver arbeiten. Die vor einiger Zeit verabschiedete 6. Novelle zum (bundesweit geltenden) Hochschulrahmengesetz schrieb eine Verfasste Studierendenschaft für alle Bundesländer verpflichtend vor. Leider fand das Bundesverfassungsgericht, dass die Novelle zu sehr in die Länderkompetenzen eingreife und sie somit verfassungswidrig sei. Nun müssen wir versuchen, auf Landesebene das Bewusstsein für die Probleme einer nicht-verfassten Studierendenschaft zu stärken. Wenn du nach diesen Zeilen Lust bekommen hast, dich für deine Belange und die anderer Studierender einzusetzen und im u-asta mitzuarbeiten, dann schau doch einfach mal ganz unverbindlich vorbei. Der AStA/u-asta hat seinen Sitz im „Studierendenhaus“ in der Belfortstr. 24, direkt neben der Uni-Bibliothek In diesem Sinne wünschen wir euch einen erfolgreichen, spannenden, aber auch entspannten Start ins Studium!

