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Forderungen der Freiburger Studierendenschaft zur Bildungspolitik

in dieser Form am 28. April 2005 in der Vollversammlung aller Studierenden der Universität Freiburg beschlossen.

Wir fordern gebührenfreies Studieren

Bildung ist ein öffentliches Gut, das auch öffentlich finanziert werden muss. Gebühren und Hochschulsponsorings durch Konzerne lehnen wir ab. Die Hochschulen müssen steuerfinanziert bleiben. Mit einer Vermögenssteuer und einem höheren Spitzensteuersatz kann der Staat genug einnehmen, um freie Bildung zu garantieren. Studiengebühren können nichts verbessern. Sie ermöglichen es dem Staat, sich aus der Bildungsfinanzierung zurück zu ziehen, und verlagern diese Last auf die Schultern des einzelnen. Dies ist widersinnig, profitieren doch von der Bildung der Studierenden nicht nur diese, sondern die gesamte Gesellschaft. Darüber hinaus ist Bildung Grundvoraussetzung einer mündigen und verantwortungsvollen Partizipation in einem demokratischen Staat. Daher muss Bildungsfinanzierung eine öffentliche Aufgabe sein. Sie muss durch ein gerechtes und progressives Steuersystem erfolgen und nicht durch Studiengebühren.

Wir fordern Chancengleichheit in allen Bildungsbereichen

Wir lehnen es ab, Menschen auf Grund mangelnder finanzieller Leistungsfähigkeit von Bildung auszuschließen, da dies gesellschaftspolitisch verheerend ist. Nachhaltige Bildungspolitik muss dieser Problemlage entschieden entgegentreten. Stellt doch ein Studium bereits heute eine erhebliche finanzielle Belastung dar, die viele kaum tragen können. Eine staatliche Studienfinanzierung, die es allen Studierenden erlaubt, elternunabhängig ihren Lebensunterhalt zu bestreiten ist daher unerlässlich.

Wir fordern demokratische Hochschulen und eine Verfasste Studierendenschaft

Hochschulen sind Orte des Lernens, Lehrens und Lebens, der Forschung und der Kultur. Sie haben neben Ausbildung und Forschung die Aufgabe, ihre Mitglieder zu freien, verantwortungsbewussten Menschen zu bilden. Diesem Ziel widerspricht grundlegend, dass im neuen Landeshochschulgesetz z. B. ein Aufsichtsrat vorgesehen ist, der aufgrund seiner Besetzung durch universitätsexterne Mitglieder die Universität zum Spielball von auf den eigenen Nutzen bedachten Interessengruppen macht und sie den Werten, der Verantwortung und der Kontrolle demokratisch legitimierter interner und externer Gremien entzieht. Einzig demokratische und offene Strukturen, in denen alle Mitglieder der Hochschulen angemessen und gleichwertig vertreten sind, garantieren Freiheit und Entwicklung. Dafür ist die paritätische Vertretung aller Studierenden in den Hochschulgremien ebenso wie ihre Organisation in einer Verfassten Studierendenschaft mit Finanz- und Satzungsautonomie unverzichtbar. Wir fordern bessere Lernbedingungen und bessere Lehre. Die Politik weigert sich seit Jahren Verbesserungen von Lehr- und Studienqualität in Angriff zu nehmen. Die Konsequenzen sehen wir jeden Tag in unseren Vorlesungen, Seminaren und Praktika: Lehrbefähigung spielt kaum eine Rolle bei der Berufung von Professoren, Evaluationen bleiben meist völlig wirkungslos, folgen ihnen doch keine Sanktionen. Auch in der aktuellen Umstellung der Studiengänge auf Bachelor und Master zeigt sich das Problem – fast nirgendwo werden Studieninhalte und Lehrformen überdacht und reformiert.

Wir fordern Bildung

Die zunehmende Ökonomisierung der Hochschulen, die mittels lediglich auf eine zügige Berufsausbildung ausgerichteter Studiengänge durchgesetzt werden soll, lehnen wir ab. Hochschulen dienen nicht nur dem Verständnis theoretischer und methodischer Grundlagen. Sie sichern darüber hinaus das wissenschaftliche Fundament gesellschaftlicher Grundwerte wie Demokratie und Menschenrechte. Berufsbefähigung kann daher nur Teilziel eines sinnvollen Studiums sein, dessen Ziel Bildung und Ausbildung in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung sein muss.

Wir unterstützen Proteste anderer Gruppe gegen soziale Benachteiligung

Wir wollen uns nicht mit SchülerInnen, RentnerInnen, Kranken, Arbeitslosen usw. um Mittel streiten. Bildung und sozialer Ausgleich sind eine zentrale Aufgabe der zivilisierten Gesellschaft und müssen uns allen erhalten bleiben. Wir können und wollen es uns leisten.


erstellt von ingo zuletzt verändert: 25.06.2005 17:57
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