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Offener Brief an Rektor Jäger

In diesem Brief verlangten wir die Beantwortung einiger Fragen.

Sehr geehrter Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Jäger

Im Namen der Studierenden schreiben wir Ihnen diesen offenen Brief, in dem es – einmal mehr – um Hans Filbinger geht. Aktueller Anlass ist der Vortrag von Angela Merkel vom 2. November, bei dem, wie wir feststellen mussten, Herrn Filbinger ein Ehrenplatz in der ersten Reihe reserviert war. Eingeladen hatte, wie man uns bei der laut Plakat mitveranstaltenden Badischen Zeitung sagte, die Universität Freiburg.

Hans Filbinger ist nicht irgendein baden-württembergischer „Ministerpräsident a. D.“, wie auf seinem Platzhalter im Audimax zu lesen war. Seine Mitwirkung als Ankläger und Richter der NS-Militärjustiz an Todesurteilen gegen Deserteure ist allgemein bekannt. Vor allem die selbstgerechten und beharrlichen Rechtfertigungsversuche seiner Taten aus Anlass des Prozesses gegen Hochhuth, der ihn mit Recht einen „furchtbaren Juristen“ nannte, führten zu seinem Rücktritt vom Amt des Ministerpräsidenten.

Die Verurteilung deutscher Soldaten wegen „Desertion/Fahnenflucht“ oder „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode war Unrecht. Die Rehabilitierung derjenigen, die sich nicht (länger) am deutschen Vernichtungskrieg beteiligten, erfolgte viel zu spät (Bundestagsbeschluss vom 17. Mai 2002). Richtig gehend verhöhnt werden sie jedoch, wenn Tätern von damals heute noch von offizieller Seite Ehre erwiesen wird. Wir als studierende Mitglieder der Universität Freiburg distanzieren uns ausdrücklich von jeder Hoffierung eines Mannes, der an Verbrechen der NS-Justiz beteiligt war.

Wir bitten Sie daher, sich selbst folgende Fragen zu stellen und sie uns zu beantworten: Warum sieht die Universität Freiburg immer noch nicht davon ab, Herrn Filbinger zu feierlichen Anlässen, wie der Eröffnung des akademischen Jahres oder Vorträgen wie dem Frau Merkels, einzuladen, und ihn sogar persönlich zu begrüßen? Schreckt man bloß davor zurück, mit einer unrühmlichen Tradition zu brechen? Wie passt das zu einer modernen Universität wie der Unseren, wie passt das zu einer Universität, die in diesem Jahr ein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus errichtet? Oder will die Universität Freiburg sich demonstrativ hinter Herrn Filbinger stellen und die in diesem Sommer aufgekommene Empörung ob seiner Wahl in die Bundesversammlung ignorieren? Wird damit nicht der Anschein erweckt, man stimme bewusst in den Chor derjenigen Unverbesserlichen ein, die Herrn Filbinger immer noch zum Opfer einer Verleumdungskampagne, ja zum heimlichen Widerstandskämpfer umdeuten? Eine offizielle, deutliche Distanzierung könnte diesen fürchterlichen Anschein aus der Welt räumen.

Dieser Brief wird im kommenden u-asta-Info veröffentlicht und wird der lokalen Presse zugeschickt.

In Erwartung Ihrer Antwort, mit freundlichen Grüßen

Die unabhängige Studierendenvertretung der Universität Freiburg

Insbesondere die Fachschaften der Fächer: Geschichte VWL Soziologie Chemie Politik Philosophie


erstellt von raph zuletzt verändert: 19.12.2004 23:50
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